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Durchatmen in der Pandemie: Nachhaltige FFP2-Masken von Happy breath

4. März 2022

Ulrich Berg, Geschäftsführer Happy breath und Entwickler der Happy breath-Atemschutzmaske im Interview mit LifeVERDE

LifeVERDE | 02.03.2022 | Ein Interview geführt von Anna Huhn und Veronika Gruber

LifeVERDE: „Innovation und Kompetenz – von der Entwicklung bis zur Produktion“ schreibt ihr auf eurer Website – was genau kann man sich unter Happy breath und deren Masken vorstellen?

Ulrich Berg: Als sich Corona Anfang 2020 immer weiter ausgebreitet hat und das Thema „Maske-tragen“ in den Vordergrund rückte, haben wir mit der Entwicklung und Produktion von Ohrenentlastern begonnen. Dann kam die Idee, eine eigene Maske zu entwickeln. Wichtig war uns, auf Basis unseres Kerngeschäfts, dem Kunststoffspritzguss, die Masken dann auch selbst zu produzieren. Hinzu kam der Aspekt der Nachhaltigkeit: Die Filter sollten gewechselt werden können – ohne gleich die gesamte Maske zu entsorgen! Die intensive Suche nach einem Partner, der ein geeignetes, hochwertiges Schutzvlies liefern konnte, hat sich gelohnt! Mit Happy breath bieten wir eine Maske an, die nachhaltig ist und dem Anwender einen optimalen Tragekomfort bietet.

Welche Masken bietet ihr an und wie unterscheiden sich diese voneinander?

Die Happy breath-FFP2-Atemschutzmaske ist durch das gesamte System einzigartig. Die Vorteile liegen in der Kombination der Komponenten und einem neuartigen, zum Patent angemeldeten Produktionsverfahren: Durch das besondere Filtermaterial fällt das Atmen leicht, zusätzlich ist es hochwirksam und liegt im Vergleich zu anderen FFP-Masken unter dem Durchschnitt der Messwerte. Insbesondere eignet sich Happy breath für Menschen, die eine Maske bei der täglichen Arbeit tragen müssen, sich dabei körperlich anstrengen und Luft bekommen möchten. Also kein unangenehmes Zusammenziehen beim Einatmen.
Nach der Arbeitsschicht wird der Filter entsorgt und beim erneuten Einsatz lässt sich das neue Filterelement einfach einlegen – einrasten, fertig!

Wir bieten unterschiedliche Sets an: Es gibt den Träger mit einem oder gleich 10 Ersatzfilterelementen in unserem Shop. Zusätzlich ist ein Set mit einer besonderen Zertifizierung erhältlich, die für den Arbeitsschutz wichtig ist. Dolomitstaubgeprüfte Masken werden bei Tätigkeiten eingesetzt, die Schutz vor Partikeln und Aerosolen erfordern. Verwendung findet diese speziell zertifizierte Maske beispielsweise bei Schleif-, Schneid- und Bohrarbeiten von Beton oder Mauerwerk sowie beim Einsatz von Farben und Lacken. Über den Schutz hinaus muss die Maske einen optimalen Tragekomfort und einen geringen Atemwiderstand bieten. Denn nur, wenn eine Maske angenehm zu tragen und leicht zu handhaben ist, wird sie nachhaltig genutzt!

Die Träger gibt es in verschiedenen Farben. So kann man vom dezenten weiß bis hin zum knalligen Rot wählen.

Der Filterrand ist weich, anschmiegsam, liegt dicht am Gesicht an und bietet einen hohen Tragekomfort. Durch den flexiblen Nasenbügel und die umlaufende Kopfbebänderung passt sich die Maske optimal an – Druckstellen hinter den Ohren entstehen erst gar nicht.

Die Zertifizierung durch die DEKRA und die Überwachung unseres Produktionsstandortes durch den TÜV sehen wir als selbstverständlich. Ebenso die komplette Herstellung unserer Masken in Deutschland!

Übrigens: Auf unserer Webseite kann man ein kostenfreies Muster bestellen und so ohne Risiko ausprobieren!

Happy breath FFP2 Maske - Dolomitstaub zertifiziert

Die FFP2-Masken von Happy breath verfügen über die sogenannte Dolomitstaub-Zertifizierung.

Wie nutzt man eure Masken richtig und worauf sollte man beim Kauf achten?

Jeder Verpackung liegt eine kleine Anleitung bei, die mit Anwendungsbildern versehen ist. Zudem gibt es ein Video auf unserer Webseite, wie die Maske richtig an- und abgelegt wird.
Die Masken werden in unserem hygienischen Reinraum konfektioniert und verpackt. Wir legen höchsten Wert auf die Qualität unserer Produkte. Zudem weißt das Herstellersiegel auf der Verpackung darauf hin, wie lange die Maske verwendet werden kann.

Was macht euer Konzept nachhaltig, vielleicht sogar nachhaltiger als das anderer Anbieter?

Die Happy breath-Atemschutzmaske kann in ihre Bestandteile zerlegt und die Rohstoffe für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden. Sprich, das Trägersystem wird recycelt, indem das Gummiband, der Kunststoffträger und der Nasenbügel demontiert werden. Lediglich das Filterelement wird im Restmüll entsorgt.

Bei unserem Herstellungsverfahren sind die Investitionskosten wesentlich geringer und die Anlagen sind vielseitig einsetzbar. Unser Unternehmen verwendet spezielle Produktionsanlagen mit denen man AUSSCHLIESSLICH  Atemschutzmasken herstellen kann. Bei unserem Verfahren werden Standardproduktionsanlagen eingesetzt, welche auch  für die Serienproduktion von ganz normalen Kunststoffartikel verwendet werden können. Innerhalb weniger Stunden können die Anlagen umgerüstet werden z.B. von Kunststoffspritzen, Dämmstoffplattenhalter, … auf FFP2 Masken.

Happy breath FFP2 Maske

Nachhaltig geschützt vor Coronaviren!

Die Serienproduktion von Happy breath läuft erst seit August 2020. Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen auf dem Weg zur eigenen, nachhaltigen Maskenproduktion?

Dank unseres flexiblen und agilen Workflows im gesamten Unternehmen konnten wir die Produktion in kürzester Zeit an den Start bringen. Etwas aufwendiger war die Schaffung der Vertriebskanäle und die Erstellung bzw. Produktion von Verpackungen und Werbematerial. Durch den Lockdown war einfach vieles eingeschränkt. Aber es ist uns gelungen. Im März 2020 haben wir erste Ideen skizziert und im Oktober 2020 hat unser LKW mit 124.000 Masken auf der Ladefläche das Firmengelände verlassen.

Wir hoffen, dass sich unser Einsatz auch langfristiger lohnt. Denn aktuell bestimmt der Preis den Maskenmarkt. Was zu Beginn der Pandemie hochgehalten wurde, gilt heute nicht mehr. Viele Unternehmen in Deutschland, die zu Beginn der Pandemie mit der Produktion begonnen haben, sind inzwischen vom Markt verschwunden. Fördergelder sind weggefallen und der Preiskampf rund um Billig-Masken bestimmt den Markt. Wir möchten unsere Masken weiterhin an unserem Standort in Ruppichteroth produzieren. Denn abgesehen davon, dass es uns wichtig ist als deutsches Unternehmen Masken herzustellen, möchten wir damit auch Arbeitsplätze sichern!

Was sind eure Pläne für die Zukunft, insbesondere nach der Pandemie? Werdet ihr noch weitere, nachhaltige Produkte oder Masken rausbringen?

Auf jeden Fall! Wir sind voller Tatendrang und die Entwicklung neuer Produkte ist unsere Kernkompetenz. So haben wir beispielsweise die Happy breath-Maske mit der Generation II optimiert! Der Träger kann jetzt bis zu 30x wiederverwendet werden, der Nasenbügel ist im Trägersystem integriert und lässt sich leicht der Nasenform anpassen. Durch das durchdachte Bebänderungssystem werden Druckstellen hinter den Ohren vermieden und ein Halteclip ermöglicht ein einfach zu handhabendes An- und Ablegen. Also der perfekte Tragekomfort für die Person, die unsere Happy breath-Maske anwendet.

Vor kurzem haben wir eine zusätzliche Zertifizierung erhalten: Happy breath ist jetzt auch Dolomitstaub geprüft. Damit bietet die Maske im Bereich Arbeitsschutz optimalen Schutz und Sicherheit. Die Masken, Ersatzfilterelemente, Ohrenentlaster sowie Gesichtsschilder sind in unserem Webshop erhältlich, dessen Angebotspalette übrigens stetig erweitert wird.

Ein weiteres Beispiel ist unsere ErgoWall. Unter Einbeziehung der Kettenmodule, die wir produzieren, haben wir eine rotierende Kletterwand entwickelt, konzipiert, gebaut und auf den Markt gebracht. In Fitnessstudios und auch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stehen unsere Geräte zum Klettern und Trainieren bereit. Die ErgoWall ist einzigartig und bietet durch unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten dem Physiopatienten bis hin zum Profi-Kletterer optimale Trainingsbedingungen.

Die Ideen gehen uns nicht aus. 😉

Vielen Dank für das Interview, lieber Ulrich!

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